Zwei Freunde von mir störte es offenbar, dass ich seit Monaten zwar ein 'Vita' angekündigt habe, aber mir nie was draus gemacht habe. Also haben sie sich, nachdem sie wohl ein paar Infos eingeholt haben (wer waren die Verräter?), hingesetzt und mein Leben im Hinblick auf meine fotografischen und multimedialen Tätigkeiten zusammengefasst. Und das Ganze ziemlich gut hingekriegt haben, meine Güte! Vielen Dank jedenfalls für die Arbeit.
Samuel Fischer wurde am 21. März 1981 in Luzern geboren. Aufgewachsen in Alpnach Dorf kam er dank dem künstlerischen Umfeld (Vater Lucky Fischer Kunstmaler, Schmied, Bildhauer und Mutter Trix Fischer Kalligrafin) schon früh in Kontakt mit verschiedenen Arten von Kunst.
Im frühen Jugendalter widmete sich Samuel vor allem der Acryl-Malerei. Sein Schwerpunkt lag in der Kunst der Aborigines, in welchem Gebiet er sich bis zur Matura (Matura-Arbeit 'Instrumente der Aborigines' und Zeichnungs-Matura-Vertiefung 'die Kunst der Aborigines') weiter spezialisierte. Zudem faszinierte ihn die experimentelle UV-Malerei, er schuf diverse Schwarzlicht-Installationen für Underground-Parties und verschaffte sich in diesen Kreisen einen Namen.
Immer mehr an Gewicht fand in dieser Zeit auch die Fotografie. Bereits im Alter von 10 Jahren, mit einer Minolta-Spiegelreflex mit defektem Belichtungsmesser (O-Ton Samuel: "Das ist das Beste, das mir passieren konnte. Ich hatte keinen externen Belichtungsmesser und musste somit Blende und Verschlusszeit immer abschätzen..."), kam der Ball ins Rollen. Mit dem ersten Ferienjob kaufte er sich eine damals brandneue Canon EOS 300 analoge Spiegelreflex sowie zwei Objektive. Samuel spezialisierte sich im Bereich der Langzeit-Auslösungen. Die Fotos, die unter dem Begriff 'Nightshot' entstanden, fanden grosse Beachtung im Umfeld von Samuel Fischer.
Samuel fotografierte rund 12 Jahre analog. Nachdem er sich mit 21 Jahren eine professionelle Videokamera (Canon XM-2) gekauft hatte und die Ergebnisse äusserst zufrieden stellend fand, sanken seine Vorbehalte gegenüber der nach seinem Empfinden bis anhin mangelhaften digitalen Technik und stärkten zugleich sein Vertrauen in die Marke Canon. Ein Jahr später kaufte er sich die brandneue digitale Spiegelreflex-Kamera Canon EOS 10D und war überwältigt. Im gleichen Jahr gründete Samuel Fischer artinc.ch.
Es folgten professionelle Objektive der Canon L-Serie (Spezialvergütungen), die er sich durch verkaufte Fotos und Aufträge finanzierte. Auch Reisen refinanzierten sich später mit dem Verkauf von Fotos über Fotoagenturen. Seine Fotos fanden immer mehr Beachtung, die Webseite eine immer grösser werdende Fan-Gemeinde. Nicht nur die Frage nach Fotos für diesen und jenen Zweck und Anlass wurden häufiger, sondern auch die Erstellung von webfähigen Grafiken und ganzen Webseiten. Da Samuel sich in dieser Zeit im Vollzeit-Studium befand, konnten nur wenig Aufträge von artinc angenommen und ausgeführt werden. Im Jahre 2005 konnte sich Samuel endlich der Traum von der eigenen Studioblitz-Anlage von Elinchrom erfüllen.
Ende 2007 war seine Canon EOS 10D nach rund 200'000 Auslösungen langsam am Ermüden. Die Canon EOS 40D war gerade frisch auf den Markt gekommen und aufgrund der exzellenten Ergebnisse von diversen unabhängigen Testinstituten entschied sich Samuel für den Kauf. Seine hohen Erwartungen an die Kamera und die Marke Canon wurden ein weiteres Mal erfüllt.
Das Jahr 2008 ist bis anhin das ereignisvollste Jahr im Leben von Samuel Fischer. Nachdem Anfangs 2008 von einem fünfwöchigen Aufenthalt auf Guadeloupe (Karibik) mit sensationellem Foto- und Videomaterial zurück kam, erklärte sich Samuel im Februar zum ersten Mal bereit, eine Hochzeit zu fotografieren. Im März folgte ein zweiwöchiger Aufenthalt in Dublin. Zurück in der Schweiz machte er sich daran, seine eigene Webseite zu überarbeiten. Im April entschied sich Samuel, seine Vollzeitstelle in der Schweiz aufzugeben und nach Irland auszuwandern. Es folgten noch zwei fotografische Highlights (balélec-Festival in Lausanne im Juni sowie die Begleitung des Formula Student Projekt der ETH Zürich nach Silverstone UK im Juli) bis Samuel am 4. August die Schweiz verliess, um neues berufliches und privates Territorium zu erkunden.
Wir wünschen Samuel in Irland alles Gute. Möge er uns weiterhin mit seinen wundervollen Fotos beeindrucken und inspirieren.
Zwei Freunde, 12. August 2008
Nun denn, wenn es euer Wunsch ist, anonym bleiben zu wollen... Vielen Dank jedenfalls, dass ihr mir etwas Arbeit erspart habt. Ich denke ich hätte mich selber nicht besser an gewisse Details erinnern können (woher habt ihr den Titel meiner Matura-Arbeite!?). Und seid versichert, ich werde auch weiterhin darum bemüht sein, gute Fotos zu liefern.
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